An sich selbst und an Zerzuben gescheitert

29.11.2009

Zum ersten Mal nach neun Spielen verliert der EHCO wieder und zwar mit 1:3 gegen Sierre.

Der EHCO wusste, dass es im Vergleich zum Spiel in Langenthal eine Steigerung benötigt, war mit Sierre-Anniviers ein Gegner zu Gast, der zu den wenigen Bezwingern von Visp und der zu den wenigen siegreichen Mannschaften im Kleinholz gehört. Die Oltner schienen für dieses Spitzenspiel dann auch bereit zu sein, starteten sie von Beginn weg ihre kreativen Angriffe in Richtung Sierre-Goalie Zerzuben. Die Unterwalliser konnten sich kaum befreien, aber Zerzuben war ein überragender Rückhalt für sein Team. Einzig mit Konterangriffen kamen die Siderser einigermassen gefährlich vor das Oltner Tor, was grundsätzlich über das gesamte Spiel so blieb. Gerade mit einem dieser wenigen Angriffe schaffte es Sandro Gartmann in der vierten Minute Leimbacher zwischen den Schonern zu erwischen, welcher bei diesem Gegentor eine ziemlich schlechte Figur abgab.

Es war auch sonst nicht der Abend von Leimbacher. Es ist dabei zwar zu erwähnen, dass der Oltner Schlussmann äusserst wenig Möglichkeiten hatte um sich auszuzeichnen. Aber in einem Spiel, das absehbar knapp ausfallen würde, mag es keine Unsicherheiten leiden, wovon sich Urban Leimbacher an diesem Abend zwei leistete und diese dann prompt zu Toren führten. Beim zweiten Tor von Sierre-Anniviers, welches Cormier im Powerplay erzielte, störte die Defensive den Sierre-Top-Scorer zu wenig, andererseits war der Schuss, der am weiteren Pfosten in Netz landete, alles andere als unhaltbar.

Der EHCO blieb auch nach dem 0:1 die stärkere Mannschaft, aber im Gegensatz zum Freitagspiel hatten sie im Torabschluss das Glück nicht auf ihrer Seite. Das eine um das andere Mal scheiterte der EHCO-Offensivexpress an der gut organisierten Sierre-Defensive, am herausragenden Goalie Zerzuben oder an sich selbst, in dem die Spieler ungenaue Pässe spielten oder weil sie es nicht zu Stande brachten den pfannenfertig bereit gelegten Puck im Tor unter zu bringen.

Nach Spielmitte konnte die EHCO-Fangemeinde nach einem kuriosen Tor von Holzer doch noch jubeln. Ein starker Pass von Tassilo Schwarz fand den Weg über Holzers Schlittschuh zum zwischenzeitlichen 1:1 Ausgleich ins Gehäuse von Zerzuben. Auch sonst war die Sturmlinie um Holzer, Schwarz und Ruotsalainen die Formation, die über das ganze Spiel immer wieder für gefährliche Aktionen vor dem gegnerischen Tor sorgte.

Die Olten waren sichtlich bemüht im dritten Spielabschnitt das Spiel noch einmal auszugleichen, doch die Walliser verhielten sich weiterhin geschickt und kamen je länger das Spiel dauerte auch vermehrt vor das Oltner Tor. Nach einem Fehlpass aus der Oltner Defensive heraus, bedankte sich Cédric Métrailler in der 56. Minute für die gastfreundliche Geste und schoss zum 1:3 Endstand ein.

Das Spiel fand grundsätzlich auf einem äusserst hohen Niveau statt, einzig Schiedsrichter Andreas Koch konnte die hohe Kadenz nicht mitgehen und zog vor allem im letzten Drittel den Volkszorn auf sich, was die Leistung der beiden Teams nicht schmälern soll, aber einen faden Nachgeschmack hinterlässt.

Der EHCO ist also zum ersten Mal nach neuen Spielen wieder geschlagen worden. Die Spieler haben nun erneut fünf Tage Pause bevor sie am kommenden Freitag der nächste Knüller erwartet. Die ambitionierten Lausanner sind im Kleinholz zu Gast, mit welchen der EHCO auch noch eine Rechnung offen hat, ist doch der HCL die einzige Mannschaft, die gegen die Oltner bisher noch keinen einzigen Punkt abgab.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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